Pflegetipps Wald Geißblatt Serotina
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Die richtige Pflege für Ihr Wald Geißblatt 'Serotina'
Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Wahl! Das Wald Geißblatt (Lonicera periclymenum 'Serotina') ist eine der charmantesten und duftendsten Kletterpflanzen, die Sie in Ihrem Garten kultivieren können. Damit diese Schönheit Jahr für Jahr in voller Pracht erblüht und ihre betörenden Blüten verströmt, ist die richtige Pflege entscheidend. Hier finden Sie alle wichtigen Schritte, um Ihre 'Serotina' optimal zu versorgen – von der Pflanzung bis zum Schnitt.
Einpflanzen: Der Grundstein für die Klettertour
Das Wald Geißblatt ist anspruchslos, aber es dankt Ihnen eine sorgfältige Vorbereitung des Bodens. Wählen Sie einen Standort, der genügend Platz für die Kletterhilfe bietet (Spalier, Pergola oder Zaun).
- Bodenvorbereitung: Die 'Serotina' liebt humusreiche, nährstoffreiche und vor allem gut durchlässige Böden. Lockern Sie das Pflanzloch großzügig auf – mindestens doppelt so breit wie der Wurzelballen. Mischen Sie die ausgehobene Erde mit reifem Kompost oder hochwertiger Pflanzerde, um die Struktur zu verbessern und die Nährstoffversorgung zu sichern.
- Pflanztiefe: Setzen Sie die Pflanze so tief ein, dass die Oberkante des Wurzelballens leicht unter der Bodenoberfläche liegt.
- Einschlämmen: Nach dem Einsetzen die Erde leicht andrücken und kräftig wässern. Dies hilft, die Erde um die Wurzeln zu verdichten und Lufteinschlüsse zu vermeiden.
Der perfekte Standort: Licht und Luft
Obwohl das Wald Geißblatt sehr anpassungsfähig ist, gibt es eine Faustregel für die optimale Blütenentwicklung:
Die Pflanze bevorzugt den sogenannten "Kopf in der Sonne, Fuß im Schatten"-Standort. Das bedeutet:
- Lichtbedarf: Für eine üppige Blütenfülle benötigt die 'Serotina' mindestens vier bis sechs Stunden Sonne täglich. Halbschattige Standorte werden toleriert, führen aber oft zu weniger intensiver Blüte.
- Wurzelbereich schützen: Der Wurzelbereich sollte kühl und schattig bleiben. Dies erreichen Sie durch eine dicke Mulchschicht (Rindenmulch oder Kompost) oder durch Unterpflanzung mit niedrigen Stauden.
- Luftzirkulation: Achten Sie auf eine gute Luftzirkulation. Dies ist wichtig, um Pilzkrankheiten wie Mehltau vorzubeugen, die das Geißblatt bei zu feuchtem und stickigem Stand befallen können.
Gießen: Die Balance halten
Das Wald Geißblatt mag keine Trockenheit, reagiert aber empfindlich auf Staunässe. Die richtige Bewässerung ist besonders im ersten Standjahr und während heißer Sommerperioden entscheidend.
- Regelmäßigkeit: Gießen Sie regelmäßig, sobald die oberste Erdschicht angetrocknet ist. Im Hochsommer kann dies täglich notwendig sein, insbesondere wenn die Pflanze in einem Kübel steht.
- Tief gießen: Geben Sie lieber seltener, dafür aber größere Mengen Wasser, damit die Feuchtigkeit auch die tieferen Wurzeln erreicht.
- Staunässe vermeiden: Stellen Sie sicher, dass überschüssiges Wasser immer abfließen kann. Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule.
Düngung: Moderate Unterstützung
Das Wald Geißblatt ist kein Starkzehrer, profitiert aber von einer gezielten Nährstoffzufuhr, um die lange Blütezeit zu unterstützen.
- Zeitpunkt: Düngen Sie einmal jährlich im zeitigen Frühjahr (März/April), wenn die Pflanze mit dem Austrieb beginnt.
- Düngemittel: Verwenden Sie einen organischen Langzeitdünger, reifen Kompost oder Hornspäne. Arbeiten Sie den Dünger leicht in den Wurzelbereich ein.
- Vorsicht: Vermeiden Sie eine Überdüngung mit stickstoffreichen Düngern. Dies führt zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Blütenfülle. Eine zweite, leichte Düngung kann im Juni erfolgen, sollte aber im Spätsommer eingestellt werden, damit die Triebe vor dem Winter ausreifen können.
Schnitt: Für Form und Blütenfülle
Der Schnitt ist essenziell, um das Wald Geißblatt kompakt und blühfreudig zu halten. Ohne regelmäßigen Schnitt verkahlt die Pflanze von unten und die Blüte nimmt ab.
- Hauptschnitt (Auslichtung): Führen Sie den Hauptschnitt im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr durch (Februar bis März), bevor der neue Austrieb beginnt.
- Ziel: Entfernen Sie alle abgestorbenen, kranken oder sich kreuzenden Triebe. Lonicera 'Serotina' blüht am vorjährigen Holz. Daher sollte der Schnitt moderat erfolgen.
- Verjüngungsschnitt: Wenn die Pflanze über die Jahre zu dicht geworden ist oder stark von unten verkahlt, können Sie alle paar Jahre einen radikalen Verjüngungsschnitt vornehmen. Schneiden Sie dabei die ältesten Haupttriebe bis auf 30–50 cm über dem Boden zurück. Dies regt die Pflanze zu kräftigem Neuaustrieb an. Beachten Sie, dass die Blüte im Jahr des starken Rückschnitts geringer ausfallen kann.
- Formschnitt: Während der Wachstumsperiode können Sie lange, störende Triebe jederzeit einkürzen, um die gewünschte Form zu erhalten.
Überwinterung
Das Wald Geißblatt 'Serotina' ist in unseren Breiten sehr winterhart und benötigt in der Regel keinen speziellen Winterschutz. Bei Kübelpflanzen empfiehlt es sich jedoch, den Topf mit Jute oder Vlies zu umwickeln und ihn auf eine isolierende Unterlage zu stellen, um die Wurzeln vor dem Durchfrieren zu schützen.