Kategorie: Blütenstauden

Zwei Stauden, zwei völlig unterschiedliche Standorte

"Blütenstaude" klingt nach einer Gruppe, ist hier aber vor allem ein Sammelbegriff: Waldsteinie und Lavendel 'Hidcote Blue' haben außer ihrer Mehrjährigkeit wenig gemeinsam. Die eine bedeckt Boden im Schatten, der andere will die sonnigste, trockenste Stelle im ganzen Garten. Bevor du kaufst, lohnt sich deshalb der Blick auf den Standort, nicht auf die Kategorie.

Waldsteinie – blühender Bodendecker für Schatten und Halbschatten

Die Waldsteinie bildet flächig dichte, erdbeerähnlich geformte Blätter und trägt im Frühjahr kleine gelbe Blüten. Sie bleibt niedrig, ist immergrün bis halbimmergrün und eignet sich für Bereiche unter Gehölzen, in denen viele andere Bodendecker aufgeben – vorausgesetzt, der Boden trocknet nicht ständig komplett aus. Zum Unterpflanzen von Sträuchern oder als grüner Teppich zwischen größeren Stauden ist sie eine unkomplizierte Wahl.

Lavendel 'Hidcote Blue' – kompakt und dunkel blühend

'Hidcote Blue' ist eine der kompaktesten Lavendelsorten, mit dunkelvioletten Blütenähren über silbrigem Laub. Er braucht volle Sonne und vor allem durchlässigen, eher mageren Boden – auf schwerem, nassem Boden fault er im Winter.

Praxiswissen: Lavendel nicht zu spät und nicht zu radikal schneiden

Der typische Fehler beim Lavendel: Er wird im Herbst tief ins alte, verholzte Holz zurückgeschnitten. Von dort treibt er oft nicht mehr aus, und die Pflanze vergreist einseitig. Richtig ist ein Schnitt im Frühjahr, kurz oberhalb des grünen, blattragenden Holzes – so bleibt die Pflanze kompakt und blüht zuverlässig weiter.

Alle Pflanzen stammen aus dem Anbaugebiet Ostfriesland. Wenn du unsicher bist, ob dein Standort eher zu Waldsteinie oder zu Lavendel passt, schreib uns kurz die Lichtverhältnisse – wir beraten seit über 50 Jahren zu genau diesen Fragen.