Kategorie: Immergrüne Pflanzen

Immergrüne Pflanzen sind das Gerüst eines Gartens. Sie tragen ihn durch die Monate, in denen alles andere kahl dasteht – als Sichtschutz, der auch im Januar dicht bleibt, als Bodendecker unter Bäumen, als Formgehölz am Eingang. Über 130 immergrüne Pflanzen aus eigener Anzucht findest du hier, vom bodendeckenden Efeu bis zum mannshohen Rhododendron.

Was „immergrün" tatsächlich bedeutet

Immergrün heißt nicht, dass die Pflanze ihr Laub nie verliert. Sie verliert es nur nicht auf einmal. Alte Blätter werden nach und nach abgeworfen, während neue schon nachgewachsen sind – die Pflanze steht also nie nackt da. Wer im Frühjahr unter seinem Kirschlorbeer ein paar gelbe Blätter findet, hat kein krankes Gehölz, sondern ein völlig normales.

Für welchen Platz suchst du?

Schatten und Halbschatten

Der häufigste Fall – und der, bei dem die meisten Fehlkäufe passieren. Rund die Hälfte unseres immergrünen Sortiments verträgt Halbschatten bis Schatten: Rhododendron und Garten-Azaleen an erster Stelle, dazu Efeu und Bodendecker für Flächen unter Bäumen, auf denen Rasen längst aufgegeben hat. Wer eine sonnenhungrige Pflanze in den Schatten setzt, bekommt keine tote Pflanze, sondern eine kümmerliche – das ist der ärgerlichere Ausgang.

Sonnige Lagen

Knapp die Hälfte des Sortiments will Sonne bis Halbschatten. Hier sind die Nadelgehölze zu Hause, die immergrünen Laubgehölze und die Heckenpflanzen für die vollsonnige Grundstücksgrenze.

Nach Verwendung

  • Sichtschutz und Hecke: Kirschlorbeer, Eibe, Lebensbaum, Glanzmispel – dicht, schnittverträglich, ganzjährig blickdicht. Siehe Heckenpflanzen und die Kirschlorbeer-Sortenübersicht.
  • Blühende Immergrüne: Rhododendron und Garten-Azaleen sind die einzige größere Gruppe, die immergrünes Laub mit einer echten Blütenschau verbindet. Sie brauchen sauren Boden – siehe Rhododendron.
  • Bodendecker: Efeu, Ysander, Immergrün für Flächen, Hänge und Baumscheiben.
  • Formgehölz: Kugeln, Kegel und Bonsaiformen für Eingänge, Kübel und Beetabschlüsse.

Der eine Punkt, an dem immergrüne Pflanzen scheitern

Sie erfrieren selten. Sie vertrocknen – im Winter. Das Laub verdunstet auch bei Frost weiter Wasser, während der gefrorene Boden nichts nachliefert. Die braunen Blattränder im Februar sind fast nie ein Frostschaden, sondern schlicht Durst. Fachleute nennen das Frosttrocknis.

Daraus folgt zweierlei: einen windgeschützten Platz wählen, denn Wind treibt die Verdunstung. Und an frostfreien Wintertagen gießen, vor allem im ersten Jahr nach der Pflanzung. Das rettet mehr immergrüne Gehölze als jedes Vlies.

Alle Pflanzen wachsen in unserer Baumschule in Wiesmoor auf – bei ostfriesischem Wind und Wetter. Was hier durchkommt, kommt auch in deinem Garten durch. Bei Fragen zur Standortwahl schreib uns einfach.