Kategorie: Strauchrosen

Strauchrosen werden mit Beetrosen oft in denselben Topf geworfen, wachsen aber nach anderen Regeln. Während eine Beetrose jedes Frühjahr kräftig auf wenige Augen zurückgeschnitten wird und daraus neu austreibt, baut sich eine Strauchrose über Jahre ein festes Gerüst aus älteren Trieben auf – schneidest du sie wie eine Beetrose, nimmst du ihr genau dieses Gerüst und damit einen Großteil der Blüte für die nächsten Jahre.

Nur auslichten, nicht zurückschneiden

Bei Strauchrosen beschränkt sich der Frühjahrsschnitt auf das Entfernen von totem, krankem oder sich kreuzendem Holz sowie das gelegentliche Herausnehmen einzelner alter Triebe direkt am Boden, um Platz für neue zu schaffen. Der lange Haupttrieb bleibt stehen. So wird der Strauch mit den Jahren zwar größer, blüht dafür aber auch zunehmend üppiger, weil sich die Blütenknospen über das gesamte, ältere Astwerk verteilen.

Die Sorten im Sortiment

Schneewittchen ist eine der bekanntesten deutschen Strauchrosen-Züchtungen und seit Jahrzehnten fester Bestandteil vieler Gärten: halbgefüllte, reinweiße Blüten in großer Zahl und in mehreren Blühphasen über den Sommer, dazu ein kräftiger, aufrechter Wuchs, der sie auch als lockere Hecke geeignet macht. Artemis® bleibt mit derzeit etwa 60 Zentimetern deutlich kompakter und passt damit auch in kleinere Gärten, in denen der ausladende Wuchs von Schneewittchen zu groß wäre.

Standort

Auch Strauchrosen brauchen volle Sonne und einen luftigen Platz, um Sternrußtau und Mehltau vorzubeugen – wegen ihres oft dichteren, älteren Astwerks ist regelmäßiges Auslichten hier sogar noch wichtiger als bei Beetrosen, damit Luft und Licht ins Innere des Strauchs gelangen.

Platz von Anfang an einplanen

Der häufigste Fehler bei Strauchrosen passiert schon beim Pflanzen: Weil die junge Pflanze im ersten Jahr klein wirkt, landet sie zu dicht an Wegen, Mauern oder anderen Sträuchern. Schneewittchen erreicht mit den Jahren ohne weiteres 1,5 Meter Höhe und ähnliche Breite – wer sie versetzen will, sobald sie ihre endgültige Größe erreicht hat, reißt dabei einen Großteil des über Jahre gewachsenen Wurzelwerks ab und wirft die Pflanze in ihrer Entwicklung deutlich zurück. Plane deshalb schon beim Pflanzen mit der ausgewachsenen Größe, auch wenn der Platz drumherum in den ersten Jahren noch leer wirkt.

Für eine lockere, blühende Hecke eignen sich beide Sorten gut als Ergänzung oder Alternative zu reinen Blütensträuchern – anders als eine geschnittene Formhecke bleibt der natürliche, überhängende Wuchs dabei erhalten.

Alle Pflanzen stammen aus dem Anbaugebiet Ostfriesland. Wenn du unsicher bist, wie viel Platz eine Strauchrose bei dir wirklich braucht, schreib uns – wir beraten seit über 50 Jahren zu genau diesen Fragen.