Kategorie: Wildrosen
Wildrosen werden nicht wegen ihrer Blüte gekauft, sondern wegen dessen, was danach kommt. Rosa rugosa, die Kartoffelrose, bildet nach der einfachen, ungefüllten Blüte große, tomatenrote Hagebutten, die zusammen mit der zweiten Blütenwelle bis in den Herbst am Strauch hängen und Vögeln über den Winter als Nahrung dienen.
Ein Standortfehler, der sich rächt
Rosa rugosa bildet unterirdische Ausläufer und breitet sich damit über die Jahre selbstständig aus – gepflanzt in ein kleines, eng begrenztes Staudenbeet, wandert sie dort schnell zwischen empfindlichere Nachbarpflanzen. Auf einer freien Fläche, als Sichtschutz oder an einem Hang, wo sie sich ausbreiten darf, ist genau diese Eigenschaft dagegen ein Vorteil: Die Pflanze schließt die Fläche von selbst und bildet nebenbei einen extrem dichten, dornigen Bestand, der auch als Einbruchschutz unter einem Fenster taugt.
Zwei Farben im Sortiment
Die Art Rosa rugosa blüht kräftig purpurrosa, die Sorte Rosa rugosa Alba in Reinweiß – beide mit demselben stark gefältelten, glänzenden Laub, das ihr im Deutschen den Namen Kartoffelrose eingebracht hat, und derselben Robustheit.
Genügsam wie kaum eine andere Rose
Rosa rugosa stammt ursprünglich von ostasiatischen Küsten und verträgt Wind, salzhaltige Luft und arme, sandige Böden besser als jede gezüchtete Garten- oder Edelrose – ein Grund, warum man sie häufig an Straßenrändern und in Küstennähe findet. Anders als Beet- und Edelrosen braucht sie auch keinen jährlichen Rückschnitt zur Forsythienblüte; ein gelegentliches Auslichten alter Triebe reicht, da sie sich über die Ausläufer ohnehin ständig selbst erneuert.
Wertvoll für Insekten und Küche
Die einfachen, ungefüllten Blüten von Rosa rugosa sind für Bienen und Hummeln deutlich wertvoller als die dicht gefüllten Blüten vieler Beet- und Edelrosen: Bei stark gefüllten Sorten sind die Staubgefäße oft zu zusätzlichen Blütenblättern umgezüchtet, sodass kaum noch Pollen und Nektar für Insekten übrigbleibt. Bei der ungefüllten Wildrose ist das Gegenteil der Fall, was sie zu einer der bienenfreundlichsten Rosen überhaupt macht. Die großen, vitaminreichen Hagebutten lassen sich zudem nach den ersten Frösten ernten und zu Mus oder Tee weiterverarbeiten, sofern die Vögel nicht schneller sind.
Als Heckenpflanze braucht Rosa rugosa entsprechend Abstand zu Wegen und Nachbarbeeten, damit die Ausläufer nicht ungewollt wandern – eine Rasenkante oder ein eingegrabener Wurzelsperre-Streifen hält sie zuverlässig in Grenzen, ohne dass du sie jedes Jahr zurückschneiden musst.
Alle Pflanzen stammen aus dem Anbaugebiet Ostfriesland. Wenn du unsicher bist, ob du für deine Fläche eher eine Wildrose oder eine Bodendeckerrose brauchst, schreib uns – wir beraten seit über 50 Jahren zu genau diesen Fragen.
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